X Wir lieben Taufkirchen

Beatrice Brückmann wehrt sich

Nur die ILT folgt dem Bürgerwillen
Zum Artikel: "Die Entgleisung" und "Container für 150 Flüchtlinge" Münchener Merkur vom 28. März


Die Beschreibung "Öko-Aktivistin" trifft den wahren Kern meines Wirkens. Der restliche Kommentar lässt leider Tiefe vermissen. Denn wer die Historie der Kelgelfelder recherchiert, wird erkennen, dass die Taufkirchener in zwei Bürgerentscheiden mit einer Bayernweit einmaligen Mehrheit von jeweils über 75 Prozent dafür gestimmt haben, die Fläche frei zu halten. Das zentrale Gelände darf sinnvollerweise nur für Schulen, Senioreneinrichtungen oder ähnlichen Allgemeinbedarf genutzt werden. Die jüngsten Beschlüsse haben gezeigt, dass sich allein die ILT an diesen Bürgerwillen dauerhaft gebunden fühlt und der neue Bürgermeister sein diesbezügliches Wahlversprechen bricht.

Denn er regiert eine Mehrheit, mit deren Hilfe die zweifellos notwendigen Asylunterkünfte als Hebel missbraucht werden, den weit überwiegenden Teil der Kelgelfelder mit Wohnhäusern zu bebauen und damit zur Goldgrube für wenige zu Lasten der gesamten Einwohnerschaft werden zu lassen. Hierin liegt die von mir so bezeichnete "Zweckentfremdung". Die Flüchtlinge müssen nicht am Bahnhof wohnen. Ihnen ist durchaus zumutbar, in derselben Entfernung vom Ortszentrum zu wohnen, wie die allermeisten Bürgerinnen und Bürger und selbstverständlich in der Nähe einer Bushaltestelle.

Die Ökologie beschäftigt sich nicht nur mit der Natur, sondern mit jedem Gleichgewicht von Wechselbeziehungen. Für das soziale Wohlbefinden aller Mitglieder einer Gemeinschaft und eine zügige Integration neuer Mitbürger ist es daher wichtig, dass niemand benachteiligt, aber auch keiner über Gebühr bevorzugt wird.

Beatrice Bürckmann
ILT-Gemeindrätin Taufkirchen

Erstellt am 23.04.2013